Island – ein Reisebericht
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Island – ein Reisebericht

Im Sommer 2014 war ich mit einer Freundin ganz spontan in Island. Nun ja, für mich war es spontan – sie hat die Reise schon länger geplant. So kam es, dass ich 2 Wochen vor der Reise mein Flugticket gekauft habe und nicht wusste was mich in Island erwartet. Bis zu diesem Moment hatte ich mich noch nicht mit diesem Land beschäftigt. Oh wie war ich dumm!

Island hat mich vom ersten Moment an verzaubert. Es ist ein zauberhaftes Elfenland, mit einer wunderschöner Natur, Eisbergen und -wegen, mit nur einer richtigen Strasse, die unser Auto meistern konnte und mit unzähligen Schafen und Island-Ponies, die die Wege versperrten.

Das wird bestimmt nicht das letzte Mal sein, dass ich Island bereist habe.

Mit dem billigsten Mietwagen auf der Ringstrasse

Island ist teuer – das wissen wir alle. Und seit der Fussball-Sensation im Sommer 2016 wahrscheinlich noch teurer. Da das Budget damals sowieso knapp war, entschieden wir uns für den billigsten Mietwagen den wir bekommen konnten. Die Vermietungsfirma hiess SADcars, welches – wie wir finden – perfekt zu diesem elenden Wagen gepasst hat :).

Trotzdem liess uns der kleine Toyota Yaris nicht im Stich. Die Gedanken und Ängste, weil wir ihn nicht abschliessen konnten, er nach jedem weiteren Kilometer noch etwas mehr ratterte und, dass er den Geist mitten auf der Ringstrasse aufgibt, verflogen ziemlich schnell beim Anblick der wunderschönen Natur.

Obwohl es schon ein kleines Abenteuer war mit diesem Auto unterwegs zu sein, empfehle ich euch etwas tiefer in die Taschen zu greifen und ein richtiges Auto zu mieten. Island bietet auch abseits der Ringstrasse anscheinend eine wunderschöne Natur und diese kann nur mit einem 4×4 erreicht werden.

Wir haben übrigens für 7 Tage Mietauto ca. 500 Euro gezahlt. Ein ziemlicher Eingriff in das Portmonnaie!

Hot springs – one love

Der heute wohl meist fotografierte natürliche Pool, war im Jahr 2014 noch nicht so bekannt und dementsprechend eher wenig frequentiert. Erreichen kannst du den Seljavellir Pool, der im Jahre 1923 von einem lokalen Verein gebaut wurde (und somit der älteste Pool Islands ist), nach einer kurzen Wanderung. Biege von der Ringstrasse, aus Reykjavik kommend, links ab in die Strasse Nummer 242 und erreiche nach kurzer Zeit einen Parkplatz. Laufe dann Richtung Tal ca. 15 – 20 Minuten über Stock und Stein, bis der Pool hinter einer Ecke hervorschaut. Die Badeanstalt bietet zwei kleine Räume in denen man sich umziehen kann, jedoch keine sanitären Anlagen (WC oder Duschen).

Das Wasser ist etwa 40 Grad warm und kommt von einer natürlichen Quelle. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl in einem Pool mit 40 Grad Wassertemperatur im Regen mitten in der isländischen Natur zu baden. Ausserdem ist der Ausblick auf den berühmten Vulkan Eyjafjallajökull beeindruckend, der 2010 die halbe Flugwelt zum stehen gebracht hat.

Nimm dir unbedingt Zeit zu diesem Pool zu gehen. Wir haben z.B. die Blue Lagoon ausgelassen, da uns dieser Pool mehr zusprach.

Auf der Suche nach Buckelwalen

Wenn Du auf Island bist, geh’ auch auf die Suche nach Buckelwalen. Mich faszinieren Wale ungemein, da sie so majestätisch sind und eine innere Ruhe ausstrahlen. Ausserdem kann ich walisch, was natürlich die Kommunikation zu den Walen vereinfacht.

So standen wir eines Morgens sehr früh auf um uns in Húsavík in einen Astronauten-Anzug zu zwängen und auf das Wikinger-Boot zu steigen. Wir waren sehr dankbar für die Anzüge, da es auf dem Deck wirklich sehr, sehr kalt war. Später als dann die Sonne aufging, war es richtig angenehm. Aber ich bin ja sowieso ein «Gfröhrli» und habe schnell kalt.

Die Buckelwale haben sich dann auch tatsächlich sehen lassen, wenn auch nicht viele und nicht aus nächster Nähe. Das ist aber auch in Ordnung so, immerhin kann man nicht beeinflussen, wo sich die Wale aufhalten wollen. Mein Traum einem Killerwal zu begegnen ging leider nicht in Erfüllung, dennoch war es ein empfehlenswertes Erlebnis.

Schnorcheln im Thingvellir National Park (Þingvellir)

Das Highlight dieser 7 Tage war das Schnorcheln im Thingvellir National Park. Wir waren mit der Organisation dive.is unterwegs, und können es nur weiterempfehlen. Sympathische und professionelle Guides, gutes Equipment und viel Spass. An diesem Tag hat es leider geregnet und es war so richtig kalt. Macht aber nix: nass wird man sowieso.

Nach einer kleinen Instruktion kriegt jeder einen Drysuit, ausgestattet mit einem Woll-Anzug. Mit diesem Drysuit dringt kein Wasser an den Körper. Nur an den Stellen, die offen oder Verbindungsstellen sind, dringt etwas Wasser an den Körper: also Gesicht, Hände und Füsse.

-2 Grad Wassertemperatur hört sich nun sehr kalt an. Aber mit diesem Drysuit dringt die Kälte nicht durch. Ausserdem war ich so von der Schönheit der Unterwasserwelt (die übrigens überhaupt keine Fische hat) geflasht, dass ich die Kälte ganz vergessen habe.

Definitiv empfehlenswert.

P.S. auch Tauchgänge im Thingvellir National Park werden angeboten. Im gleichen Jahr war Markus im Winter in Island (was für ein Zufall, da waren wir noch gar nicht zusammen) und hat einen Tauchgang unternommen. Anscheinend soll dies noch bezaubernder sein, denn man kann zwischen zwei tektonischen Platten (der amerikanischen und eurasischen) tauchen.

Auf dem Rücken eines Island Ponies

Reiten ist mir ja eigentlich nicht so geheuer. Pferde sind ja schon schön und elegant, aber auch so gross und furchteinflössend. Nicht aber diese kleinen putzigen und verstrubbelten Island Ponies. So haben wir uns schnell entschlossen eine Reittour zu unternehmen. Mein Pony war dann etwas nervös – oder vielleicht lag es an mir? Ich wurde so sehr durchgeschüttelt, dass ich danach noch 2 Stunden lang das Gefühl hatte ich wäre noch auf dem Rücken meines Ponies.

Was meinst du dazu?

Warst du auch schon in Island? Was hast du so erlebt? Wir sind offen für weitere Tipps, immerhin werden wir bestimmt in naher Zukunft noch einmal nach Island fliegen.

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Travellers Unplugged

travellers-unplugged.ch – der Reiseblog aus der Schweiz.
M&M, ein reiselustiges und junges Paar aus der Schweiz, erzählt über ihre Reisen und über den Umbau ihres Campers. Mit dem Blog wollen wir euch Inspirationen und einen Ruck geben, um die Welt zu entdecken.

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